Automatisierung, Integration und Qualität als Säulen der Digitalisierung

von Nefer Lind

„Do IT yourself. Wege in die Cloud: gemeinsam denken, individuell handeln“ lautete das diesjährige Motto bei den DSAG Technologietagen in Bonn. Der deutliche Fokus des Anwendertreffens ist weiterhin der Weg in die Digitalisierung und die Fragestellung, wie digitale Transformation von Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden können.

Der Weg in die Cloud, aber nicht ohne on-premise

Die Keynote des DSAG Vorstandes Steffen Pietsch verdeutlicht den Ansatz mit den treffenden Worten: „Cloud-first ja – Cloud-only nein“. Der Weg in die Cloud ist entscheidend für mehr Agilität, Innovation und Skalierbarkeit. Trotz alledem verlangen die Anwender berechtigt, dass sich die hohen Investitionen in ERP-Software und Sonderlösungen weiterhin lohnen und auch zukünftig gewährleistet und weiterentwickelt werden. Auch gesetzlich müssen die Rahmenbedingungen in der Cloud genauso wie in der on-premise Welt garantiert werden. Daher ist eine hybride Architektur wegweisend als Strategie, um die wachsende Komplexität zu meistern. Was sind hierbei die wichtigsten Faktoren? Für Steffen Pietsch sind die Automatisierung, Integration und Qualität die wichtigsten Treiber in der hybriden Systemarchitektur.

Automatisierung für konstante Reduzierung manueller Schritte

SAP sieht in RPA (Robotic Process Automation) und KI (Künstliche Intelligenz) die Erfolgsfaktoren in der Automatisierung. Die SAP hat mitgeteilt, innerhalb der kommenden drei Jahre 50% der Betriebsprozesse mit RPA und KI zu automatisieren. Steffen Pietsch warnt vor falschen Erwartungen an Automatisierung: ein an sich fehlerhafter Prozess wird durch Automation immer noch fehlerhaft bleiben. Aber Automatisierung hilft genau dabei, manuelle Schritte zu ersetzen und somit die Effizienz des Unternehmens zu steigern.

In der IT ist das Thema Automatisierung durchaus nicht neu. Allerdings steigen die Ansprüche der Architektur und Anwendungen immens: verschiedene Systemlandschaften ansprechen, in der Cloud und on-premise, Rest APIs etc.: all das muss einheitlich und übergreifend angesteuert und vernetzt werden, ohne den Überblick zu verlieren.

Unsere Erfahrung in HONICO-Kundenprojekten hat gezeigt, dass eine landschaftsübergreifende Steuerung erforderlich ist, damit die meist autarken KI-Systeme sich bei ihren Analysen und Tätigkeiten nicht gegenseitig in die Quere kommen oder gar die Produktion beeinträchtigen. Tools wie BatchMan und File & DataManager ermöglichen hier, die Gesamtübersicht und -kontrolle zu behalten.

Integration von unterschiedlichen Technologien und Schnittstellen

Hinter einem Geschäftsprozess stehen heute meist viele unterschiedliche Anwendungen, und somit eine Vielzahl an Technologien. Einheitliche Integration ist daher zentral für zukünftiges Schnittstellen-Management. Mit der „API-First-Strategie“ (Application Programming Interface) kann dies für Cloud Applikationen und on-premise realisiert werden, um alle eigenen Applikationen und die von Partnern und Drittanbietern erfolgreich einzubinden, beleuchtet Steffen Pietsch weiter in seiner Keynote.

Qualitätsmerkmale im Wandel

Die Qualitätsanforderungen der Kunden bei on-premise lassen sich in folgende drei Schlagwörter zusammenfassen: Benutzerfreundlichkeit, Fehlerfreiheit und Vollständigkeit. Durch die neue Rolle der SAP als Cloud Anbieter benötigen Unternehmen noch weitere Qualitätssicherheiten wie z. B. Skalierbarkeit, Stabilität, Automatisierung und Self Services. Zudem benötigen Anwender agilere Releases und Schulungskonzepte, die an die Schnelligkeit der Weiterentwicklung heutzutage angepasst sind.

Hier finden Sie die vollständige Eröffnungs-Keynote der DSAG Technologietage 2019 in Bonn

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